Angebote

Diagnostik
Diagnostik

Zu Beginn jedes Schuljahres führen die Förderschullehrer*innen und die Logopäd*innen des CL landesweit ein systematisches Screening in allen Klassen des Zyklus 1 durch. In diesem Rahmen spielt der Austausch mit dem Lehrpersonal eine wichtige Rolle. Anschließend wird in Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder, die Sprachschwierigkeiten aufweisen, ein erster logopädischer Bericht erstellt.
Falls erforderlich, wird mit dem Einverständnis der Eltern eine spezialisierte Diagnostik erstellt. Dazu nimmt das Kind in der Regel für zwei Wochen an einer Gruppe im CL in Strassen oder in einer der Außenstellen in Dudelange oder Brouch teil.
Diagnostikphase
Während der Diagnostikphase führt ein multidisziplinäres Team eine spezialisierte Diagnostik durch. Parallel dazu wird eine intensive Förderung und Therapie vorgenommen, die dabei hilft, geeignete Methoden und Konzepte zu identifizieren, die auf das Profil des Kindes abgestimmt sind. Die spezialisierte Diagnostik umfasst einen logopädischen, pädagogischen, psychologischen und sozialen Bericht. Die Berichte werden dem Lehrpersonal der Regelschule vorgestellt; den Eltern werden zusätzlich Vorschläge zur weiteren Betreuung unterbreitet.
Das Hauptziel der Unterstützungsmaßnahmen ist stets die Inklusion des Kindes bzw., nach einer Beschulungsphase im CL, die von einem bis zu mehreren Jahren dauern kann, die Reintegration in die Regelschule.
Im Laufe eines Schuljahres werden etwa 450 spezialisierte Diagnostiken in einem der Diagnostikzentren des CL durchgeführt.
Förderung
Frühförderung
Frühförderdienst für Kinder mit einer Hörbeeinträchtigung
Das Centre de Logopédie begleitet Kinder mit einer Hörbeeinträchtigung ab dem frühestmöglichen Alter, idealerweise direkt nach der medizinischen Diagnose. Der Frühförderdienst erstellt gemeinsam mit der Familie ein individuelles Kommunikationsprojekt mit Fokus auf gesprochener Sprache und Gebärdensprache. Ziel ist die Förderung der Kommunikation und der Lautsprachentwicklung.
Die Förderung umfasst regelmäßige Förderstunden sowie Beratung für Familien und pädagogisches Personal, um die Kommunikation, Hörentwicklung und Spielfähigkeit des Kindes zu unterstützen.
ANMELDEFORMULAR: Frühförderdienst Hören
Frühförderdienst für Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung
Der Frühförderdienst des Centre de Logopédie richtet sich an Kinder ab drei Jahren, bei denen eine Sprachentwicklungsstörung besteht oder Sorge um die Sprachentwicklung besteht.
Er bietet Beratung für Eltern und Fachpersonen sowie gezielte Förderangebote in kleinen Gruppen.
Förderung
Spezialisierte Beschulung

Etwa 330 Schüler*innen werden in den logopädischen Klassen des CL unterrichtet – entweder im Hauptgebäude in Strassen oder in einer der landesweiten Außenklassen.
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Die Förderung und die Therapie basieren auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Das Kind lernt kompensatorische Strategien, die auf intakten Funktionen basieren. Seine Ressourcen – demnach die Stärken des Kindes – liegen in der Regel im visuellen und metakognitiven Bereich. Die Schwächen dagegen betreffen meist eingeschränkte auditive Fähigkeiten, bedingt durch eine Hörbeeinträchtigung oder durch ein schwaches auditives Gedächtnis bzw. Schwierigkeiten bei der auditiven Differenzierung und sonstigen Sprachverarbeitungseinschränkungen.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, betroffenen Kindern sehr früh visuelle Symbole zu präsentieren und sie bereits im Zyklus 1 an die Schriftsprache heranzuführen. Der Erwerb grammatischer Strukturen, und dadurch der Spracherwerb insgesamt, wird dadurch erleichtert. Für Kinder mit auditiven Störungen geschieht dies unter anderem mit Hilfe des Fingeralphabets, einem manuellen System zur Visualisierung von Lauten (Lautgebärden) sowie durch lautsprachbegleitende Gebärden. Der Unterricht in Deutscher Gebärdensprache (DGS) wird je nach individuellem Bedarf in das Wochenprogramm integriert.
Das individuell abgestimmte Konzept wird in den Klassen des CL und in der ambulanten Betreuung jeweils von einem multidisziplinären Team umgesetzt. Die Klassenlehrer*innen werden dabei von Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen, Logopäd*innen, Gebärdensprachdolmetscher*innen, Fachpersonen für Gebärdensprache, Psychomotoriker*innen, Ergotherapeut*innen, Musiktherapeut*innen, Pädagog*innen, Psycholog*innen und/oder Sozialarbeiter*innen unterstützt.
Ein individueller Förderplan (PEI) berücksichtigt die Stärken und Schwächen des Kindes und definiert die pädagogischen Ziele.
Betreuung
Spezialisierte ambulante Intervention

Die spezialisierte ambulante Intervention (intervention spécialisée ambulatoire) richtet sich an Schüler*innen mit einer Sprachentwicklungsstörung oder einer Hörbeeinträchtigung. Sie ermöglicht eine Betreuung direkt in der Regelklasse, ohne dass das Kind aus seinem gewohnten schulischen Umfeld herausgenommen wird.
Die Förderung wird von Förderschullehrer*innen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Regelschullehrer*innen durchgeführt. Gemeinsam entwickeln sie geeignete Strategien, um die sprachliche Entwicklung der betroffenen Schüler*innen gezielt zu unterstützen und den Unterricht individuell an deren Bedürfnisse anzupassen. Ziel ist es, die schulische Inklusion so weit wie möglich zu fördern und gleichzeitig effektiv auf bestehende Lernschwierigkeiten einzugehen.
Weisen die Schüler*innen eine Hörschädigung auf, können zusätzlich Fachleute im Bereich deutsche Gebärdensprache (DGS) bzw. Gebärdensprachdolmetscher*innen in der Klasse unterstützend intervenieren. Gemeinsam mit dem Lehrpersonal steht die bimodale Förderung im Blickpunkt.
Betreuung
Spezifische Lernateliers

Schüler*innen mit einer Sprachentwicklungsstörung oder einer Hörbeeinträchtigung nehmen an spezifischen Lernateliers (atelier d’apprentissage spécifique) teil, in denen sie eine intensive Förderung erhalten. Diese Ateliers werden von qualifizierten Lehrkräften des CL innerhalb der Grundschulen organisiert – sowohl während als auch außerhalb der regulären Unterrichtszeiten – und finden in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrpersonal der Regelschule sowie den Eltern statt.
Betreuung
Sprachtherapie

Das Logopäd*innen-Team (orthophonistes) des CL bietet eine individuell abgestimmte Sprachtherapie an, sowohl in den Räumlichkeiten des CL in Strassen als auch regional.
Betreuung
Beratung und Begleitung
Das interdisziplinäre Team des CL berät Fachkräfte sowie Eltern hinsichtlich bewährter pädagogischer Methoden, effektiver Lernstrategien und gezielter Förder- bzw. Therapiemaßnahmen zur Unterstützung der Sprachentwicklung.
Fortbildung
Fortbildung
Die schulische Inklusion bleibt das zentrale Ziel jeder spezialisierten Intervention.
In diesem Zusammenhang stellen sowohl die Zusammenarbeit mit den Eltern als auch der Transfer der fachlichen Expertise in psychopädagogischer Spezialisierung vom multidisziplinären Team des Centre de Logopédie an die Lehrkräfte der Regelschulen wesentliche Aufgaben des CL dar.
Zu diesem Zweck werden verschiedene Fortbildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen angeboten:
- Fort- und Weiterbildungen für Lehrer*innen des Grund- und Sekundarunterrichts.
- Informations- und Begegnungsabende für Eltern.
- Austausch- und Begegnungsaktivitäten, die Kinder, Eltern und pädagogische Teams in einem geselligen Rahmen zusammenbringen, z. B.: beim Winterfest, beim Schulfest, am Tag der offenen Tür, oder im Rahmen gemeinsamer Projekte mit den Regel- oder Aussenklassen.
Entdecken Sie die Fortbildungsangebote für Lehrkräfte unter: IFEN – Institut de Formation de l’Éducation Nationale.