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Über uns

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Das Centre de Logopédie (CL) ist für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung und/oder einer Sprach- und Sprechentwicklungsstörung zuständig.

Mit dem Gesetz vom 20. Juli 2018 wurden acht Kompetenzzentren im Bereich der spezialisierten Psychopädagogik geschaffen.

„Die spezialisierten psychopädagogischen Kompetenzzentren“:
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Seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes im September 2018 sind die Kompetenzzentren ein fester Bestandteil des neuen luxemburgischen Gesamtsystems für die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit speziellen Bedürfnissen. Ziel ist es, den Schüler*innen zu ermöglichen, ihre Schullaufbahn in ihrer Klasse der Regelschule fortzusetzen, sofern diese Inklusion möglich und von dem/der betroffenen Schüler*in sowie dessen/deren Eltern gewünscht ist.

„Schulische Inklusion in Luxemburg „:
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Die Hauptaufgabe des CL als Kompetenzzentrum besteht darin, eine frühzeitige Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung und/oder einer Störung der Sprach- und Sprechentwicklung zu gewährleisten. So ermöglicht ein systematisches Screening im Verlauf des Zyklus 1, das von spezialisierten  Förderschullehrer*innen durchgeführt wird, die Identifizierung von Kindern, die Schwierigkeiten beim Erwerb der gesprochenen Sprache zeigen. Die Unterstützung von Kindern mit Hörbeeinträchtigung beginnt bereits im frühen Kindesalter, um ihre ganzheitliche Entwicklung zu fördern.

Die Hauptaufgabe des CL als Kompetenzzentrum besteht darin, eine frühzeitige Betreuung von Kindern mit einer Hörbeeinträchtigung und/oder einer Störung der Sprach- und Sprechentwicklung zu gewährleisten. So ermöglicht ein systematisches Screening im Verlauf des Zyklus 1, das von spezialisierten  Förderschullehrer*innen durchgeführt wird, die Identifizierung von Kindern, die Schwierigkeiten beim Erwerb der gesprochenen Sprache zeigen. Die Unterstützung von Kindern mit Hörbeeinträchtigung beginnt bereits im frühen Kindesalter, um ihre ganzheitliche Entwicklung zu fördern.

Struktur

Das Centre de Logopédie besteht aus 4 Abteilungen

Schüler*innen mit einer Hörbeeinträchtigung und/oder einer Sprach- und Sprechentwicklungsstörung können für ein oder mehrere Jahre in eine logopädische Klasse aufgenommen werden, die sich entweder im Hauptgebäude in Strassen oder in einer der Außenstellen in Dudelange, Esch/Alzette, Differdange, Pétange, Grevenmacher, Medernach, Hosingen oder Troisvierges befindet.

Dort werden sie von einem multidisziplinären Team betreut, das aus Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen sowie – je nach Bedarf – Psychomotoriker*innen, Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen und/oder Psycholog*innen besteht.

Schüler*innen mit einer Hörbeeinträchtigung können von der Unterstützung durch Gebärdensprachdolmetscher*innen profitieren. Diese übersetzen Botschaften von einer Lautsprache in eine Gebärdensprache und umgekehrt. Sie sind sowohl in den Klassen des CL als auch im ambulanten Bereich tätig. Darüber hinaus kommunizieren Fachpersonen für die Deutsche Gebärdensprache (DGS) direkt mit hörbeeinträchtigten Schüler*innen – im Alltag, während des Unterrichts sowie bei Gruppen- oder Einzelaktivitäten.

Für Schüler*innen, die nicht am CL unterrichtet werden, können spezifische Lernwerkstätten angeboten werden, die von Förderschullehrer*innen in Zusammenarbeit mit Grundschullehrkräften und Sozialpädagog*innen durchgeführt werden. Ambulante Betreuungen finden überwiegend in den Grundschulen statt – während oder außerhalb der Unterrichtszeiten – und erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Lehrpersonal.

Ein multidisziplinäres Team, bestehend aus Förderschullehrer*innen, Pädagog*innen, Psycholog*innen, Sozialpädgog*innen sowie Sozialarbeiter*innen, erstellt spezialisierte Diagnostiken, um den spezifischen Förderbedarf der Schüler*innen zu erkennen und geeignete Maßnahmen umzusetzen. Diese Diagnosen werden in der Regel im Rahmen einer ein- bis zweiwöchigen Diagnostikphase erstellt, die entweder in Strassen, Brouch oder Dudelange organisiert wird. Parallel dazu erhält das Kind einen spezialisierten Unterricht, der dazu beiträgt, geeignete individuell abgestimmte Methoden und Konzepte zu identifizieren.

Im Laufe eines Schuljahres werden im Diagnosezentrum des CL rund 440 Schüler*innen betreut.

Die Sprachtherapie wird vom Team der Logopäd*innen des CL individuell abgestimmt und in den Räumlichkeiten in Strassen, in den Außenklassen oder auch regional angeboten. Eine logopädische Behandlung wird bei artikulatorischen und/oder phonologischen Störungen, bei Sprechflüssigkeitsstörungen oder bei erheblichen Kommunikationsproblemen, sofern keine weiteren begleitenden Pathologien vorliegen, empfohlen
Die Logopäd*innen bieten außerdem eine Betreuung für Kinder mit einer spezifischen Sprachentwicklungsstörung an, die mit weiteren Beeinträchtigungen wie verbaler Dyspraxie, myofunktionellen Störungen, Stimmstörungen usw. einhergehen können.

Zusätzlich können Schüler*innen, die am CL unterrichtet werden und motorische, verhaltensbezogene, soziale oder emotionale Schwierigkeiten haben, von einer motorischen Förderung durch das Team der Psychomotoriker*innen und Ergotherapeut*innen profitieren.

 

Das pädagogische, erzieherische und psychosoziale Personal wird durch das Verwaltungspersonal und den technischen Dienst unterstützt. Diese umfassen die Leitung, das Sekretariat, das Bibliothekspersonal, die IT-Abteilung, Techniker*innen sowie das Empfangs- und das Druckereipersonal.

Infrastruktur

Das CL bietet einerseits die Beschulung in logopädischen Klassen und andererseits ambulante Betreuungsmaßnahmen, die landesweit organisiert sind, an.

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Die meisten logopädischen Klassen befinden sich im Hauptgebäude in Strassen:

  • Die Klassen des Zyklus 1 bis Zyklus 4 für Kinder mit einer schweren spezifischen Sprachentwicklungsstörung.
  • Die Klassen vom Zyklus 1 bis zur unteren Stufe des Sekundarunterrichts (Voie de préparation) für Kinder und Jugendliche mit einer Hörbeeinträchtigung.

Außenklassen des Zyklus 1 und Zyklus 2 für Kinder mit einer spezifischen Sprachentwicklungsstörung befinden sich außerdem in Dudelange, Esch/Alzette, Differdange, Pétange, Grevenmacher (nur Zyklus 1), Medernach, Hosingen und Troisvierges (nur Zyklus 1).

Im ambulanten Bereich werden Kinder und Jugendliche durch Förderschullehrer*innen, Logopäd*innen und speziell ausgebildete Grundschullehrpersonen betreut – entweder in den Grundschulen oder in regionalen Räumlichkeiten.

Zielpopulation

Die Zielgruppe des CL sind Kinder und Jugendliche, die gemäß internationalen Klassifikationen (ICD-11, DSM-5) entweder eine Hörbeeinträchtigung (Section A) oder eine Sprachentwicklungsstörung (Sektion L) aufweisen und dadurch erhebliche Schwierigkeiten beim Erwerb der gesprochenen Sprache haben.

Zwischen 6 und 8 % einer Altersgruppe sind von Sprachentwicklungsstörungen betroffen, und etwa 1 von 1.000 Kindern wird mit einem mittleren bis schweren Hörverlust geboren.

Die Beherrschung der Sprache ist ein grundlegender Bestandteil der kindlichen Entwicklung – für die Persönlichkeitsentwicklung, den schulischen Erfolg, die soziale Integration sowie die spätere berufliche Eingliederung. Aus diesem Grund sind das frühe Erkennen und die frühzeitige Förderung von Kindern mit Sprachstörungen oder Hörbeeinträchtigungen eine zentrale Priorität des CL. Im ersten Trimester jedes Schuljahres wird daher in allen Klassen des Zyklus 1 der Grundschule eine systematische Sprachstandserhebung durchgeführt. Die Unterstützung von Kindern mit Hörbeeinträchtigung beginnt bereits im frühen Kindesalter, um ihre ganzheitliche Entwicklung zu fördern.

Kinder mit einem schweren Hörverlust (durchschnittlicher Hörverlust von 70–90 dB) oder einem hochgradigen Hörverlust (über 90 dB) können Sprache nur mithilfe technischer Hilfen (Hörgeräte oder Cochlea-Implantate) in Kombination mit spezialisiertem Unterricht erwerben. Zudem kann der gleichzeitige und gezielte Einsatz der Gebärdensprache entscheidend sein. Diese Arbeit erfordert ein tägliches und intensives Engagement sowohl von den Fachkräften als auch von den Eltern.

Bereits ab der Geburt bieten wir Beratung und Frühförderung für Kinder mit Hörschädigungen und ihre Familien an. Ziel ist es, die Hör- und Sprachentwicklung frühzeitig zu unterstützen, geeignete Hilfsmittel wie Hörgeräte oder Cochlea-Implantate optimal einzusetzen und die Eltern im Alltag zu begleiten.

Am CL werden Kinder und Jugendliche mit Hörschädigung in speziellen Klassen von der schulischen Früherziehung zur Sekundarstufe (Voie de Préparation) unterrichtet. Neben der spezialisierten Beschulung bieten wir auch ambulante Unterstützung an. Dabei begleiten Fachpersonen die Kinder direkt in ihren Regelschulen um eine bestmögliche Inklusion zu gewährleisten.

Diese Zielgruppe besteht hauptsächlich aus Kindern und Jugendlichen mit einer spezifischen Sprachentwicklungsstörung (SES / TSL). Die Kinder haben Schwierigkeiten, dem regulären Schulprogramm der Grundschule oder des Gymnasiums zu folgen, obwohl ihre motorische, kognitive und sozial-emotionale Entwicklung altersgerecht ist.

Sie zeigen erhebliche Probleme beim Erwerb sprachlicher Kompetenzen, mit einem signifikanten Unterschied zwischen sprachlichen und nichtsprachlichen Fähigkeiten. Die Ursache liegt häufig in einem eingeschränkten auditiven Gedächtnis, verbunden mit Schwierigkeiten in der Sprachverarbeitung. Die Störung beeinflusst den Erwerb der Muttersprache ebenso wie das Erlernen weiterer Sprachen.

Daher ist eine regelmäßige und intensive Förderung notwendig. Besonders zu Beginn der Schulzeit (Zyklus 1 und 2) wird eine Beschulung am CL empfohlen, um den Spracherwerb bestmöglich zu unterstützen und sekundären Problemen – vor allem beim Erwerb der Schriftsprache und in der sozial-emotionalen Entwicklung – vorzubeugen.

Bei leichten bis mittleren Störungen konzentrieren sich die Maßnahmen auf ambulante Therapien sowie Beratungsarbeit mit der Familie und der Schule.

Team des CL

Das Personal des Zentrums für Logopädie (CL) setzt sich aus Förderschullehrer*innen, Grundschullehrer*innen, Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen, Pädagog*innen, Logopäd*innen, Psychomotoriker*innen, Ergotherapeut*innen, Gebärdensprachdolmetscher*innen, Fachpersonen für Gebärdensprache, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen, Musiktherapeut*innen sowie Verwaltungs- und technischem Personal zusammen.

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Team

330

Schüler*innen in der spezialisierten Beschulung

Sektion L (Sprache): 290 Schüler*innen / Sektion A (Hören) : 40 Schüler*innen

3000

ambulante Fördermaßnahmen

pro Jahr

450

spezialisierte Diagnosen

pro Jahr